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Schulentwicklung

Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.“ (Philip Rosenthal, 1916-2001, deutscher Unternehmer).

Diesem Motto folgend ist Schulentwicklung seit Jahrzehnten elementarer Bestandteil der Schulkultur des Leibniz-Gymnasiums. In der Steuerungsgruppe Schulentwicklung (kurz: SGSE) arbeiten neben Lehrkräften und der Schulleitung auch Eltern und Schüler mit. Von der Gesamtkonferenz (GesK) wird diese Gruppe regelmäßig beauftragt, neue Felder der weiteren Schulentwicklungsarbeit zu analysieren und Vorschläge zu deren Verbesserung zu entwickeln. Diese werden dann von zuständigen Gremien diskutiert, ggf. modifiziert und verabschiedet, wobei auch festgelegt wird, auf welche Weise die Wirksamkeit dieser Maßnahmen evaluiert werden soll.

Entscheidende Anstöße für Schulentwicklungsprozesse können aber auch von außen kommen: Im Zuge der externen Evaluation am Leibniz-Gymnasium 2017 hat die Schulgemeinschaft fünf zentrale Handlungsfelder identifiziert, die großteils in den folgenden Jahren bearbeitet wurden:

  • 2018: Vereinheitlichung des Sozialkompetenztrainings in der Unter- und Mittelstufe und der Maßnahmen erzieherischen Handelns durch Lehrerinnen und Lehrer
  • 2019: Verbesserung des Informationsflusses und Arbeitsentlastung von Lehrerinnen und Lehrer durch Förderung von Kommunikation, Kooperation und des Teamgedankens

Die wohl größte und aufwendigste Herausforderung in diesem Schulentwicklungsprozess der letzten Jahre bestand in der Neustrukturierung unseres gesamten Schulprofils, insbesondere unseres UNESCO-Profils (Handlungsfeld: Was ist unsere Kernaufgabe?).

Die Notwendigkeit, die Verlängerung des UNESCO-Projektschulstatus beantragen zu müssen, war Anstoß für die Gesamtkonferenz, am 13.09.2018 die Steuerungsgruppe Schulentwicklung zu beauftragen, das bisherige Schulprofil des Leibniz-Gymnasiums, kritisch zu analysieren, neu zu konzipieren und darauf aufbauend einen Vorschlag für ein neues Schulprofil zu entwickeln.

Relativ schnell herrschte in der Steuerungsgruppe Schulentwicklung breiter Konsens, dass die drei bestehenden Profilbereiche - neusprachliches Gymnasium, naturwissenschaftliches Gymnasium, UNESCO-Projektschule - bestehen bleiben müssten.

Umstrittener war dagegen die Frage, welche Aktivitäten, gerade im Bereich des UNESCO-Profils, konstitutiv sein sollten. Hier entschied man sich schließlich, die UNESCO-Projektschularbeit auf drei Säulen zu konzentrieren: „Interkulturelles Lernen & Zusammenleben in Vielfalt“, „Menschenrechtsbildung & Demokratieerziehung" und „Bildung für nachhaltige Entwicklung".

Außerdem wurden klare Verantwortlichkeiten und verpflichtende Transparenz in diesen Bereichen vereinbart und festgeschrieben. Diese Ergebnisse wurden am 30.01.2019 in der Gesamtkonferenz vorgestellt und mit breiter Mehrheit die Verlängerung des UNESCO-Projektschulstatus beantragt. Außerdem wurde das neue bzw. grundlegend überarbeitete Schulprofil befürwortet und damit innerhalb der Schulgemeinschaft für die kommenden Jahre legitimiert.

Für das Schuljahr 2020/21 hatte sich die Schulgemeinschaft mit dem Thema „Unterrichtsentwicklung“ das letzte der fünf Handlungsfelder vorgenommen. Allerdings wurde diese Arbeit durch die Corona-Pandemie und den damit verbundenen gravierenden Störungen des Schulalltags und Schullebens unterbrochen. Seit Frühjahr 2020 steht stattdessen die Digitalisierung und hier vor allem die sinnvolle Gestaltung eines online basierten Distanzunterrichtes im Zentrum der Schulentwicklung. Dabei haben wir als Leibniz-Gymnasium seit Beginn des Lockdowns konsequent die virtuelle Lernplattform Online-Schule Saarland (OSS) genutzt und unseren schulspezifischen Bedürfnissen angepasst. Hier zeigt sich exemplarisch, dass jede Krise auch eine Chance darstellt - eine Chance, aus der man lernt und die Verbesserung erzwingt. Denn diese aus der Not vollzogene Veränderungen hin zu einer Digitalisierung des Lernprozesses hat die Lehrerinnen und Lehrer genauso wie ihre Schülerinnen und Schüler fitter gemacht für einen zeitgemäßen Unterricht und eine moderne Lebens- und Arbeitswelt!