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Erfolgreiche Teilnahme von Leibniz-Schülern beim 22. Bundes- und Landeswettbewerb "Philosophischer Essay" des Fachverbands Philosophie

Das Leibniz-Gymnasium St. Ingbert ist nicht nur UNESCO-Projektschule, Fair Trade - Schule und MINT-freundliche Schule, es macht seinen Schülern darüber hinaus auch auf geisteswissenschaftlichem Gebiet interessante Angebote. So haben Lars Brecht und Nathalie Wahle, Schüler des Philosophie-Grundkurses der Klassenstufe 11, auf Anregung ihrer Lehrerin Frau De Fazio dieses Jahr erfolgreich am 22. Bundes- und Landeswettbewerb Philosophischer Essay des Fachverbandes Philosophie teilgenommen.

Dieser Wettbewerb spricht philosophieinteressierte Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II an. Sie müssen nicht unbedingt einen Philosophie-Kurs besuchen, aber die gestellte Aufgabe verlangt, einen philosophischen Essay zu schreiben.
Die Teilnehmer bekommen von ihrer Fachlehrerin bzw. ihrem Fachlehrer festgelegte Themen zur Auswahl und schreiben  zu einem dieser Themen ihren Essay.

Lars Brecht setzte sich mit dem sehr anspruchsvollen Zitat "Unser Denken ist ein Sinn, mittels dessen wir das Unendliche ausspähen und unter anderem mathematisch darstellen können" von Markus Gabriel auseinander. "Das Denken ist der sechste Sinn des Menschen, welcher durch das Prinzip der Sinnfelder, welche je ein verschiedenes, existierendes Thema auffassen, innerhalb einer unendlichen Menge dieser Themen, jedes von ihnen durch das Nutzen von Logik und Mathematik erkenntlich machen und erklären kann", so ein Auszug aus Lars Brechts Arbeit. Für seinen vierseitigen Essay erhielt er eine anerkennende Urkunde zur erfolgreichen Teilnahme und eine detaillierte Rückmeldung von der Landesjury.
Natalie Wahle widmete sich der Frage "Müssen wir glücklich sein wollen?". Dabei setzte sie sich sehr eingehend mit dem Zustand des Glücklichseins auseinander: "Ich glaube, dass wir zwar den Zustand des Glücklichseins erreichen können, doch dieser ist nicht kontinuierlich, wie wir es uns erträumen. Wir müssen die Jagd nach dem ewigen Glück aufgeben, denn nur so können wir diese kleinen Momente, in welchen wir Glück erleben, wirklich wahrnehmen und auch entsprechend wertschätzen. Insbesondere der Zwang, der von dem Wort "müssen" ausgeht, sollte hinterfragt werden. Wir müssen nicht glücklich werden, aber das Glücklichsein ist von so zentraler Bedeutung im Leben der Menschen, dass es sich lohnt, sich damit auseinander zu setzen. […] Glück bedeutet für mich, dass man mit dem, was man hat, zufrieden ist und nicht einer perfekten Illusion von sich selbst hinterher eifert. Wir Menschen sollten erkennen, dass das Glück nichts ist, was wir wahrhaft besitzen können, sondern dass es aus Momenten besteht, die ebenso schnell wieder vergehen oder aber auch wiederkommen können. Dem Vergleich, das Leben sei eine Achterbahn, kann ich nur zustimmen. Es kommt nun auf uns an, wie wir mit den Höhen und Tiefen der Achterbahn umgehen.".
Nathalies außerordentliche Leistung wurde auch von der Jury wertschätzend anerkannt, sodass sie mit ihrem Essay zu den drei Besten im Saarland gehört. Zusätzlich zu Urkunde und Feedback erhielt sie dafür einen Buchpreis.
Die Schulgemeinschaft des Leibniz-Gymnasiums gratuliert den beiden Teilnehmern, die sich auch weit über den Unterricht hinaus mit essentiellen menschlichen Fragen auseinandersetzen!