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Fünf Länder, vier Sportarten

Handballerinnen aus dem Kreis St. Wendel erfolgreich beim Schulsportturnier in Luxemburg

„Es ist immer wieder ein besonderes Turnier, wenn wir nach Luxemburg fahren“, so Kathrin Rauber, Sportlehrerin der Gemeinschaftsschule Marpingen.  „Wir“, das sind zwölf Mädchen aus dem Kreis St. Wendel, sieben Vertreterinnen der Gemeinschaftsschule Marpingen und vier Mädchen vom Gymnasium Wendalinum in St. Wendel im Alter von 14-15 Jahren.  
Alljährlich treffen sich im November die besten Mädchenmannschaften aus der Saar-Lor-Lux-Region, dem Großherzogtum Luxemburg, dem Saarland, der französischen Region Lorraine, aus Rheinland-Pfalz und der belgischen Region Wallonie im luxemburgischen Strassen zum Fünfländerturnier, dem „tournoi du sport scolaire féminin de la Grande Région“. Es geht darum, die besten weiblichen Schulmannschaften der europäischen „Schengen-Region“ zu küren, wobei Wettbewerbe in den vier Ballsportarten Handball, Volleyball, Basketball und Fußball durchgeführt werden. Im Bereich Handball war das Saarland am 9. November durch die Spielgemeinschaft aus Marpingen und St. Wendel vertreten. Kathrin Rauber von der Gemeinschaftsschule Marpingen und Thomas Nahtz vom Wendalinum-Gymnasium St. Wendel begleiteten die Handballerinnen ins Nachbarland, wo sie nach drei Ausscheidungswettkämpfen gegen Rheinland-Pfalz, Lorraine und Luxemburg am Ende den zweiten Platz für das Saarland einfahren konnten. Ihr spielerisches Können stellten sie eindrücklich gegen die Rheinland-Pfälzerinnen und die Luxemburgerinnen unter Beweis. Lediglich den doch weitaus überlegenen Mädchen aus Lothringen mussten sie sich geschlagen geben. Dem Kader der erfolgreichen Sportlerinnen gehörten an: Eleyne Bastuck, Lea Wolf, Paula Honig, Anna Zägel, Hannah Niesen, Jolina Klersy, Enya Zahn, Marie Recktenwald, Malin Scherer, Gianna Fuchs und Marie Simon.
Neben der sportlichen Herausforderung steht allerdings auch der besondere europäische Charakter dieses Turniers im Fokus. Die Mädchen kommen mit Sportlerinnen aus vier anderen Regionen im Herzen Europas zusammen, die deutsch, französisch oder luxemburgisch reden und auch ihre jeweilige Kultur mitbringen. So kann der Sport nicht nur Grenzen überwinden, sondern auch eine ganz neues Gefühl der Zusammengehörigkeit schaffen, sodass das Zusammenleben der Menschen mit den drei Sprachen und Kulturen in der Großregion selbstverständlich wird.