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Natürlich und kunstvoll spielen und entspannen

Baumikado bereichert den Schulhof der Gemeinschaftsschule Marpingen

Wenn Robinien im Mai in Blüte stehen, verzaubert ihr Duft ganze Straßenzüge und
verwandelt sie in Oasen des feines Duftes. Doch diese nordamerikanische Baumart
hat noch weitere Vorzüge: Ihr Holz ist sehr hart, witterungsbeständig und eignet
sich damit hervorragend für Spielgeräte. Als solche sind die durcheinander
gepurzelten, geschälten Robinienstämme auf dem Schulhof der
Gemeinschaftsschule Marpingen erstmal auch nicht zu erkennen. Und auch der
zweite Blick zeigt, dass es hier nicht nur ums Spielen, ums Klettern oder Chillen
geht: Die natürliche Wuchsform der entrindeten und gehobelten Stämme,
miteinander in organischen Formen verschraub, ergeben ein Gesamtkunstwerk, das
von allen Schülerinnen und Schülern der Schule genutzt werden kann: Die einen
versuchen sich im Balancieren, andere lehnen sich bequem an die sanften
Rundungen der Stämme und für manche sind sie ein inspirierender Hingucker. So
zufällig, wie es die Bezeichnung Baummikado naheleget, ist aber die
Zusammenstellung der Stämme keineswegs: Es gehört ein künstlerisches Auge
dazu, um aus den massiven Holzstämmen ein organisches Ganzes
zusammenzustellen. Und ohne handwerklichen Sachverstand geht es auch nicht,
schließlich muss die Konstruktion auch sicher sein und vom TÜV abgenommen
werden. Dazu kommt, dass das Marpinger Baummikado einen Gemeinschaftsaktion
von Schülern, Eltern, Unterstützern, des Fördervereins der Schule und nicht zuletzt
der Lehrerinnen und Lehrer darstellt. Vera Heintz, Koordinatorin in der Schulleitung,
organisierte mit dem Schulförderverein eine Crowdfunding-Aktion, bei der so viel
Geld zusammenkam, dass Stämme und Arbeitskraft für das Fällen und Schälen der
Robinen bezahlt werden konnten. Das Zusammensetzen, Verschrauben und
Austesten lag dann ganz in die Hand engagierter Lehrer. Aufgrund der
gegenwärtigen Pandemie-Beschränkungen musste man leider vielen Schülerinnen
und Schülern, die sich zur Mitarbeit bereit erklärt hatten, absagen. So wird sich die
Fertigstellung des Projektes noch ein wenig hinziehen. Doch die drei Hauptakteure
Vera Heintz, Georg Wilhelm und Gerd Rausch sind zuversichtlich, dass noch vor den
Sommerferien alle älteren und jüngeren Schülerinnen und Schüler in den Genuss
kommen werden, das Marpinger Schulmikado auf ihre jeweilig ganz eigene Art
auszutesten. Die ehemals recht leere Eingangsbereich von Schulhofseite ist auf
jeden Fall wundervoll aufgewertet, ein bereits gepflanzter Baum wird in einigen

Jahren zusätzlich Schatten spenden. Es ist zwar keine Robinie, die dann die Schule
zur Blütezeit in ihren Duft hüllen könnte, aber auch die junge Linde wird es
zusammen mit dem Robinien-Baummikado – das ist sicher - schaffen, zur Oase der
Entspannung und Abwechslung im Schulalltag zu werden.